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16.05.2012

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Ausland
USA: Angeblicher Hackerangriff auf Wasserwerk war Fernwartung
''Wired''-Artikel zu angeblicher Hackerattacke auf US-Wasserwerk

Russischer Cyberangriff war nur eine Wartungsaktion

Ein Mann sitzt vor verschiedenen Computern und Monitoren (Archiv) (Foto: dpa) Großansicht des Bildes [Bildunterschrift: Statt gehackt nur gewartet. ]
Manchmal ist eine brennende Pumpe einfach eine brennende Pumpe: Berichte über einen angeblichen russischen Hackerangriff auf ein Wasserwerk in Springfield (US-Bundesstaat Illinois) haben sich als einfache Wartungsaktion herausgestellt. Der US-Unternehmer Jim Mimlitz bestätigte dem Magazin "Wired", dass es sich bei der angeblichen Cyberattacke um seine Arbeiten am System handelte.

Er sei während eines Russland-Urlaubs mit seiner Familie im Juni von Curran Gardner, dem Betreiber des Wasserwerks, angerufen worden. Die Firma habe ihn gebeten, sich ins System einzuloggen und seine Einschätzung eines Problems abzugeben. Dass er sich dabei in Russland aufhielt, habe er dem Betreiber aber nicht mitgeteilt, so Mimlitz in der "Wired". Später habe er sich nochmals bei einem Zwischenstopp in Frankfurt eingeloggt.

Die erste Cyberattacke auf "kritische Infrastruktur", zu der Wasserwerke und Energieanlagen zählen, entpuppt sich damit als einfache Fernwartung. Nach Mimlitz´ Ansicht war der Pumpenbrand zudem Folge eines elektrisch-mechanischen Problems - und keinesfalls auf das mehrfache Ein- und Ausschalten der Pumpe zurückzuführen, wie zunächst berichtet worden war. Dies habe er auch dem FBI und der US-Heimatschutzbehörde gesagt.

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Kein Springfielder-Stuxnet-Vorfall

Die beiden Behörden hatten bereits vor rund einer Woche Entwarnung gegeben und mitgeteilt, dass der Zwischenfall in Springfield nicht durch ausländische Hacker ausgelöst worden war. Dies war teilweise jedoch aber als Beschwichtigungsaktion für die US-Bevölkerung gedeutet worden.

Die ersten Berichte über den angeblichen Cyberangriff waren in der "Washington Post" unter Berufung auf den Industriesicherheitsexperten Joe Weiss erschienen. Damals sagte er der US-Zeitung, dass die Hacker beziehungsweise die von ihnen eingeschleusten Viren "für mindestens zwei oder drei Monate in dem System" gewesen seien. Man könne im Moment aber nicht sicher sein, dass wirklich Russland hinter der Cyberattacke stecke, so Weiss.

Spätestens seit bekannt ist, dass der Computervirus "Stuxnet" gezielt die Steuerung iranischer Zentrifugen zur Urananreicherung sabotieren sollte, ist die Angst vor derartigen Angriffen gestiegen.

Stand: 01.12.2011 18:45 Uhr
 

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