Schaulustige schauen auf die teilweise eingestürzte Carolabrücke in Dresden.

Sachsen Abriss Carolabrücke geht voran - ADFC fordert neuen Radweg

Stand: 15.10.2024 20:17 Uhr

Der Abriss des eingestürzten Strangs der Dresdner Carolabrücke läuft. Langarmbagger machen die Reste auf der Altstädter Seite zu Trümmern. Der ADFC fordert Umleitungen für Radfahrende.

Von MDR SACHSEN

Die Reste des eingestürzten Teils der Dresdner Carolabrücke auf der Altstädter Seite sind abgebrochen. Wie der Bauleiter der Entsorgungsfirma, Günter Wunderlich, sagte, soll am Mittwoch die Zerkleinerung der Trümmer beginnen. "Die mobile Brechanlage wurde angeliefert und wird aufgebaut", so der Bauleiter. Insgesamt seien etwa 3.500 Tonnen Material für den Abtransport vorzubereiten.

Schaulustige schauen auf die teilweise eingestürzte Carolabrücke in Dresden.

Nach dem Abriss des Altstädter Teils der Carolabrücke müssen nun die Trümmer beseitigt werden. (Archivbild)

Bis zu 12.000 Tonnen Trümmermaterial

Ende Oktober soll der Abbruch dann am gegenüberliegenden Ufer auf Neustädter Seite weitergehen. Danach muss der in den Fluss gestürzte Abschnitt geborgen und entsorgt werden. Nach dem Konzept der Stadt soll Strang C bis Ende Dezember komplett beseitigt sein. Wunderlich schätzt, dass am Ende insgesamt 10.000 bis 12.000 Tonnen Material aufgearbeitet werden müssen. Der recycelte Beton sei für den Straßenbau gedacht, der Stahl werde verschrottet.

ADFC fordert sichere Umleitung

Unterdessen fordert der Fahrradclub ADFC Dresden die schnelle Einrichtung einer Umleitung für den Elberadweg. Tausende Radfahrende seien nach der Brückenhavarie ohne sichere Alternativen unterwegs, so der ADFC am Dienstag. Einen Monat nach dem Vorfall seien weder Hinweis- noch Umleitungsschilder aufgestellt worden.

"In der Vergangenheit gab es bereits Konzepte für Umleitungen, etwa bei Veranstaltungen am Königsufer. Trotz Gesprächen mit Oberbürgermeister Hilbert und Baubürgermeister Kühn vor einem Monat, in denen der ADFC auf die Dringlichkeit sicherer Alternativen hinwies, blieb eine Reaktion der Stadtverwaltung aus", sagte Nils Larsen, Vorstandsmitglied des ADFC Dresden. Laut Fahrrad-Club nutzen täglich etwa 7.000 Radfahrende allein den rechtselbischen Elberadweg.

MDR (ben)/dpa