
Südkorea Mindestens 20 Tote bei Waldbränden
In Südkorea wüten die schweren Waldbrände mit unverminderter Heftigkeit. Die Behörden zählen inzwischen mindestens 20 Todesopfer. Zudem wurden zahlreiche historische Stätten Opfer der Flammen.
Die Zahl der Todesopfer bei den anhaltenden Waldbränden in Südkorea steigt weiter. Wie die amtliche Nachrichtenagentur Yonhap meldet, kamen im Südosten des Landes allein seit Dienstag 16 Menschen durch die unkontrolliert wütenden Feuer ums Leben. Am Wochenende waren bereits vier Einsatzkräfte beim Kampf gegen die Flammen gestorben. Die Behörden rechnen damit, dass in den nächsten Tagen weitere Todesopfer hinzukommen könnten.
In Südkorea breiten sich die verheerenden Waldbrände weiter aus
Historische Stätten zerstört
Den Angaben zufolge kämpfen rund 5.000 Einsatzkräfte mit Unterstützung von mehr als 140 Helikoptern gegen die Flammen. Mindestens vier Landkreise wurden zum Katastrophengebiet erklärt. Die Brände haben bereits mehrere historische Stätten zerstört. So brannte am Dienstagnachmittag ein über tausend Jahre alter Tempel vollständig nieder. Auch das historische Hahoe-Dorf, welches von der Unesco 2010 zum Weltkulturerbe erklärt wurde, ist von den Flammen bedroht. Die Anwohner wurden zur Evakuierung aufgerufen.
Experten sehen Klimawandel als Ursache
Das Feuer war am Freitag im Landkreis Sancheong ausgebrochen, etwa 250 Kilometer südöstlich der Hauptstadt Seoul. Nach Angaben der Behörden haben trockene Winde und eine anhaltende Dürre die Waldbrände begünstigt. In Südkorea kommt es während anhaltender Trockenperioden regelmäßig zu Waldbränden. In den vergangenen Jahren haben sowohl die Durchschnittstemperaturen als auch Extremwetter im Land zugenommen, was die Gefahr für Brände und deren Ausmaße deutlich erhöht hat. Wissenschaftler sehen dies auch als Indikator für den fortschreitenden Klimawandel.