Auf einem Schild steht "Krankenhaus Grimma" und "Muldentalkliniken GmbH".

Sachsen Muldentalkliniken: Mitarbeiter stimmen Lohneinbußen zu

Stand: 24.03.2025 16:25 Uhr

Die Mitarbeiter der Muldentalkliniken sind für eine Übernahme durch die Sana Kliniken AG. Sie stimmten mit großer Mehrheit den Änderungsverträgen und damit Gehaltseinbußen zu. Nun liegt die Entscheidung bei den Sana Kliniken.

Von MDR SACHSEN

Die erste Hürde für den Verkauf der insolventen Muldentalkliniken in Grimma und Wurzen ist genommen. Wie das Unternehmen mitteilte, stimmten fast 97 Prozent der Mitarbeitenden dafür, dass ihre Verträge geändert werden. Sie haben sich für Lohnkürzungen entschieden, erkaufen sich damit aber voraussichtlich den Fortbestand ihres Arbeitsplatzes.

Schmerzhafte Gehaltseinbußen

Die Sana Kliniken AG hatte zur Bedingung gemacht, dass mindestens 95 Prozent der Belegschaft den Änderungsverträgen zustimmt. Die Geschäftsführerin der Muldentalkliniken, Julia Alexandra Schütte sagte, dieses überzeugende Votum seitens der Mitarbeitenden für den Verkauf an die Sana Kliniken AG zeige, was für ein großartiges Team in den Muldentalkliniken arbeite.

Ich weiß, dass die Einbußen mitunter schmerzhaft sind und dass viele Mitarbeitende mit sich gerungen haben, ob sie dies mittragen wollen oder können. Julia Alexandra Schütte | Geschäftsführerin Muldentalkliniken

Laut Klinikleitungen bedeutet ein Änderungsvertrag Gehaltseinbußen von acht Prozent. Bisher werden die Beschäftigten nach dem Tarif des Öffentlichen Dienstes bezahlt, die Sana-Kliniken AG hat einen Haustarif.

Kreistag muss auch zustimmen

Die Entscheidung der Mitarbeiter war deutlich. Bei einem Sonderkreistag am Montagabend in Borna sollen nun noch die Abgeordneten die Änderungen am Kaufvertrag bestätigen. In einem weiteren Schritt muss noch das Kartellamt der Übernahme zustimmen.

MDR (gri)